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5. offene Clubmeisterschaft der Kölner Bierhistoriker

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Wieder einmal richten die Kölner Bierhistoriker ihre offene Club-Meisterschaft aus (BJCP sanctioned competition).
 
Bierstile des Wettbewerbs:
Münchner Helles
Altbier
American Pale Ale

Teilnahmeberechtigt sind alle Hobbybrauer. Eingereicht werden können ein, zwei oder drei Bierstile. Die Bierstile sind vorgegeben und nachfolgend beschrieben.
Pro Bierstil können maximal 22 Biere eingereicht werden!
 
Das einzureichende Mengenvolumen pro Bierstil beträgt 1,5 Liter (gleich 3 x 0,5 oder 5 x 0,33-Liter-Flaschen).  Bitte keine Labels auf die Flaschen kleben, da dies zur Disqualifikation führen kann!)

Die Einreichung erfolgt entweder vor Ort bei der Brauschau am 18. Juni 2022 oder bis zum 22. Juni 2022 per Paket an die zentrale Sammelstelle, die jedem Teilnehmer per Mail zugesandt wird.
Bewertet wird ab dem 25.6.2022 unter Einbindung mehrerer, teils internationaler BJCP-Judges und Biersommeliers.
 
Damit wir planen können, bitte bis spätestens 31.5.2022 verbindlich per Email bei bierhistoriker@outlook.de anmelden. Nach der Anmeldung erhält jeder Teilnehmer eine Mail mit der Paket-Adresse und eine Kontonummer für die Zahlung der Schutzgebühr.
Die Brauer der besten 3 Biere eines jeden Stils erhalten eine entsprechende Sieger-Urkunde. Der Gesamtsieger erhält eine „Best-of-Show“-Urkunde sowie einen Gutschein über 100,00 Euro (Craftbeer-Shop oder Hobbybrauer-Utensilien-Versender).
Entsprechend der Regeln des BJCP, erhält jeder Teilnehmer die ausführlichen Bewertungsbögen seiner Biere als Rückmeldung zur Verfügung gestellt.

Beschreibung der Bierstile im Anhang- diese sind verbindlich für die Bewertung!
Und nun heißt es: Gut Sud!
 
Schutz-Gebühr/ Kostenbeitrag für die Einreichung:
1 Bierstil: 2,50€ für Vereins-Mitglieder, 5,00€ für Nichtmitglieder
2 Bierstile: 4,00€ für Vereins-Mitglieder, 7,50€ für Nichtmitglieder
3 Bierstile: 5,00€ für Vereins-Mitglieder, 10,00€ für Nichtmitglieder
4. PALE MALTY EUROPEAN LAGER

4A. Münchner Helles

Gesamteindruck: Ein goldfarbenes deutsches Lagerbier mit einem weichen, malzigen Geschmack und einem weichen, trockenen Abgang.
Dezent würziger, blumiger oder kräuteriger Hopfen und zurückhaltende Bitterkeit helfen dabei, die malzige, aber nicht süße Ausgewogenheit zu halten, was dieses
Bier zu einem erfrischenden Getränk für jeden Tag macht.
 
Aroma: Mäßiges getreidig-süßes Malzaroma. Niedriges bis mäßig niedriges würziges, blumiges oder kräuteriges Hopfenaroma.
Angenehmes, sauberes Gärprofil, wobei Malz leicht die Balance dominiert.
Die frischesten Exemplare haben eher ein malzig-süßes Aroma.

Aussehen: Blassgelb bis blassgold. Klar.
Anhaltende cremeweiße Schaumkrone.

Geschmack: Mäßig malziger Antrunk mit einer Andeutung von Restsüße, mäßig getreidig-süßer Malzgeschmack mit weichem, abgerundetem Gaumeneindruck, unterstützt von einer geringen bis mittel-niedrigen Bitterkeit. Weicher und trockener Abgang, nicht frisch und beißend. Niedriger bis mäßig niedriger würziger, blumiger oder kräuteriger Hopfengeschmack. Das Malz dominiert den Hopfen leicht am Gaumen, beim Abgang und im Nachgeschmack, aber Hopfen sollte trotzdem erkennbar sein.
Keine Restsüße, nur der Eindruck von Malzigkeit mit verhaltener Bitterkeit. Sauberes Gärprofil.

Mundgefühl: Mittlerer Körper. Mittlere Rezenz, gut gelagerter Charakter.
Bemerkungen: Sehr frische Beispiele können einen ausgeprägteren Malz- und Hopfencharakter haben, der mit der Zeit verblasst, wie es oft bei exportierten Bieren zu beobachten ist. Helles in München ist tendenziell eine leichtere Version als außerhalb der Stadt. Darf als Helles Lagerbier bezeichnet werden.

Geschichte: 1894 in München eingeführt (meist Spatenbräu zugeschrieben), um mit hellen Bieren vom Pilsner-Typ zu konkurrieren.
Besonders populär in Süddeutschland.

Charakteristische Zutaten: Kontinentales Pilsner-Malz,traditioneller deutscher Hopfen, rein vergärende deutsche Lagerhefe.

Stilvergleich: Ähnlich in Malzbalance und Bitterkeit wie Münchner Dunkel, aber weniger malzig-süß in der Ausprägung und heller in der
Farbe als dieses. Mehr Körper und Malzpräsenz als ein deutsches Pils, aber weniger frisch und durchgängig mit weniger Hopfencharakter. Ähnliches Malzprofil wie ein deutsches Helles Exportbier, aber mit weniger Hopfen in der Balance und etwas weniger Alkohol.
Weniger Körper und Alkohol als ein Festbier.

Wichtige Kennzahlen:
OG: 1.044 – 1.048
FG: 1.006 – 1.012
IBU: 16 – 22
EBC: 6 – 10
ABV: 4,7 – 5,4 %

Kommerzielle Beispiele: Augustiner Lagerbier Hell, Hacker-Pschorr Münchner Gold, Löwenbräu Original, Paulaner Münchner Lager, Schönramer Hell, Spaten Münchner Hell, Weihenstephaner Original Helles

Besonderer Hinweis zur 5.Clubmeisterschaft:
In Abweichung zum BJCP-Styleguide wird ungefiltertes, leicht trübes Bier nicht als fehlerhaft eingestuft!
7. AMBER BITTER EUROPEAN BEER

7B. Altbier

Ein bei niedrigeren Temperaturen vergorenes, obergäriges Bier aus Düsseldorf, das einen sanfteres Mundgefühl hinterlässt als es für die meisten Ales typisch ist.
„Alt“ bezieht sich auf den „alten“ Braustil (mit obergäriger Hefe), der üblich war, bevor das untergärige Bierbrauen populär wurde.

Gesamteindruck: Ein gut ausgegorenes, bitteres Bier von mittlerer Farbe mit einer reichen
Malznote, die eine starke Bitterkeit ausbalanciert.
Leichter und würziger Hopfencharakter ergänzt das Malz. Ein trockenes Bier mit wahrnehmbarem Körper und einem sanften Mundgefühl.

Aroma: Malzig und reich mit getreidigen Eigenschaften wie gebackenem Brot oder nussigen, gerösteten Brotkrusten. Sollte keine dunkleren Röst- oder Schokoladennoten haben. Die Malzintensität ist mäßig bis mäßig hoch. Mäßiger bis niedriger Hopfen ergänzt das Malz, dominiert es aber nicht und hat oft einen würzigen, pfeffrigen oder blumigen Charakter. Die Gärcharakteristik ist sehr sauber. Niedrige bis mittelniedrige Ester optional.

Aussehen: Die Farbe reicht von Bernstein bis zu tiefem Kupfer und endet kurz vor Braun; Bronze-Orange ist am häufigsten.
Brillante Klarheit. Dicke, cremige, langanhaltende cremefarbene Schaumkrone.

Geschmack: Malzprofil ähnlich dem Aroma, mit einer durchsetzungsfähigen,
mittleren bis hohen Hopfenbittere, die die reichen malzigen Aromen ausbalanciert.
Das Bier endet halbtrocken bis trocken mit einem getreidigen, bitteren, malzigen Nachgeschmack. Der Abgang ist langanhaltend, manchmal mit einem nussigen oder bittersüßen Eindruck. Der offensichtliche Bitterkeitsgrad wird manchmal durch den Malzcharakter maskiert, wenn das Bier nicht sehr trocken ist, aber die Bitterkeit tendiert dazu, mit dem Malzreichtum eine Balance
aufrechtzuerhalten. Keine Röstaromen oder harsche Töne. Sauberes Gärprofil. Leichte Fruchtester, insbesondere Noten von dunklen Früchten, können vorhanden sein. Mittlerer bis niedriger würziger, pfeffriger oder blumiger Hopfengeschmack. Leicht mineralischer Charakter optional.

Mundgefühl: Mittlerer Körper. Cremig-gschmeidig,mittlere bis mittelhohe Rezenz, Adstringenz gering bis nicht vorhanden.

Bemerkungen: Klassische, traditionelle Beispiele in der Düsseldorfer Altstadt werden aus Fässern serviert. Die meisten Beispiele haben eine ausgewogene (25-35 IBU) Bitterkeit, nicht den aggressiven Hopfencharakter des bekannten Zum Uerige.
Stärkere Sticke- und Doppelsticke-Biere sollten stattdessen im Stil 27 Historical Beer eingetragen werden.

Geschichte: Entwickelt im späten 19. Jahrhundert in Düsseldorf, um lagerbierähnliche Brautechniken zu nutzen, um mit Lagerbier zu konkurrieren. Ältere deutsche Stile wurden in der Gegend gebraut, aber es gibt keine Verbindung zum modernen Altbier.

Charakteristische Zutaten: Malzsorten variieren, bestehen aber in der Regel aus deutschen Grundmalzen (meist Pilsner, manchmal Münchener) mit geringen Anteilen an Kristall-, oder sehr dunklen Malzen. Kann etwas Weizen enthalten, einschließlich gerösteten Weizens.
Spalter Hopfen ist traditionell, es können aber auch andere traditionelle deutsche oder tschechische Hopfensorten verwendet werden. Sauber und hoch vergärende obergärige Hefe. Ein Stufen-Rast-Programm ist traditionell. Bei für obergärigem Bier niedrigen Temperaturen vergoren, dann kalt konditioniert.
 
Stilvergleich: Bitterer und malziger als „International Amber Lagers“. Etwas ähnlich wie „California Common“, sowohl in der Produktionstechnik als auch im fertigen Geschmack und in der Farbe, jedoch nicht in den Zutaten. Weniger Alkohol, weniger Malzfülle und mehr Bitterkeit als ein Dunkler Bock.

Trockener, reichhaltiger und bitterer als ein Wiener Lagerbier.

Wichtige Kennzahlen:
OG: 1.044 –1.052 FG: 1.008 – 1.014
IBUs: 25 – 50
EBC 18 – 24
ABV: 4,3% – 5,5 %

Kommerzielle Beispiele: Bolten Alt, Diebels Alt, Füchschen Alt, Original Schlüssel Alt, Schlösser Alt, Schumacher Alt, Uerige 

18. PALE AMERICAN ALE

18B. American Pale Ale

Gesamteindruck: Ein durchschnittlich starkes, hopfenbetontes, helles amerikanisches Craft-Bier mit ausreichend unterstützendem Malz, um das Bier ausgewogen und trinkbar zu machen. Die klare Hopfenpräsenz kann klassische oder moderne amerikanische oder Neue-Welt-Hopfensorten mit einem breiten Spektrum an Eigenschaften widerspiegeln.

Aroma: Mäßiges bis mäßig hohes Hopfenaroma von amerikanischen oder neuen Welt-Hopfensorten mit einer breiten Palette möglicher Eigenschaften, einschließlich Zitrus, Blumen, Pinie, Harz, Gewürzen, tropische Früchten, Steinobst, Beeren oder Melonen. Keine dieser spezifischen Eigenschaften sind erforderlich, aber ein Hopfenaroma sollte erkennbar sein. Eine geringe bis mäßige neutrale bis getreidige Malzigkeit unterstützt die Hopfenpräsentation und kann geringe Mengen an speziellem Malzcharakter zeigen (z. B. Brot, Toast, Biskuit, Karamell).
Fruchtige Ester optional, bis zu mäßiger Stärke, ebenfalls optional frisches Dryhop-
Aroma.

Aussehen: Hellgolden bis bernsteinfarben. Mäßig große weiße bis cremefarbene Schaumkrone mit guter Stabilität. Generell recht klar.

Geschmack: Hopfen- und Malzcharakter ähnlich dem Aroma (es gelten dieselben Intensitäten und Deskriptoren). Karamellaromen sind oft nicht vorhanden oder ziemlich zurückhaltend, aber akzeptabel, solange sie nicht mit dem Hopfen kollidieren. Moderate bis hohe Bitterkeit. Sauberes Gärprofil. Fruchtige Hefeester können nicht feststellbar bis mäßig sein, obwohl viele Hopfensorten ziemlich fruchtig sind. Mittleres bis trockenes Finish.
Betont werden sonders späte Hopfengaben und Bitterkeit; Die Malzpräsenz sollte unterstützend und nicht überstark sein. Hopfengeschmack und Bitterkeit bleiben oft bis zum Abgang bestehen, aber der Nachgeschmack sollte im Allgemeinen sauber und nicht harsch sein. Frischer Hopfengeschmack optional.

Mundgefühl: Mittel-leichter bis mittlerer Körper. Mäßige bis hohe Rezenz.
Insgesamt glattes Finish ohne Adstringenz oder harsche Töne.

Bemerkungen: Moderne amerikanische Versionen sind oft nur IPAs mit geringerer Stammwürze. Traditionell war es ein Stil, der das Experimentieren mit Hopfensorten und Verwendungsmethoden ermöglichte, die heute oft als internationale Adaptionen in Ländern mit einem aufstrebenden Craftbeer-Markt zu finden sind. Die Juroren sollten die Merkmale moderner amerikanischer Hopfen oder Hopfen aus der Neuen Welt berücksichtigen, wenn sie entwickelt und freigegeben werden.

Geschichte: Eine Adaption des englischen Pale Ale aus der Zeit der modernen
amerikanischen Craftbeer-Ära, die die einheimische Zutaten widerspiegelt.
Sierra Nevada Pale Ale wurde erstmals 1980 hergestellt und trug dazu bei, den Stil bekannt zu machen. Vor der explosionsartigen Popularität von IPAs war dieser Stil das bekannteste und beliebteste amerikanische Craftbeer

Charakteristische Inhaltsstoffe: Neutrales helles Malz aus Amerika oder der Neuen Welt. Neutrale bis leicht fruchtige amerikanische oder englische Ale-Hefe. Kleine Mengen verschiedener Spezialmalze.

Stilvergleich: Typischerweise heller in der Farbe, sauberer im Fermentationsprofil und mit weniger Karamellaromen als englische Pendants. Es kann zu Farbüberschneidungen zwischen American Pale Ale und American Amber Ale kommen.
Das American Pale Ale ist im Allgemeinen sauberer, hat ein weniger karamelliges Malzprofil, weniger Körper, oft mehr Finishing-Hopfen, weniger Bitterkeit in der Balance und Alkoholstärke als ein amerikanisches IPA. Malziger, ausgewogener und trinkbarer und weniger intensiv hopfenbetont und bitter als amerikanische IPAs mit Session-Stärke (auch bekannt als Session IPAs). Bitterer und hopfiger als ein Blonde Ale.
 
Wichtige Kennzahlen:
OG: 1.045 – 1.060 50 FG: 1.010 – 1.015
IBUs: 30 – 50
EBC 10 – 20
ABV: 4,5 – 6,2 %

Kommerzielle Beispiele: Deschutes Mirror Pond Pale Ale, Half Acre Daisy Cutter Pale Ale, Great Lakes Burning River, La Cumbre Acclimated APA, Sierra Nevada Pale Ale, Stone Pale Ale 2.0
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12 Beers of Christmas

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Letzte Woche haben die Mitglieder der Kölner Bierhistoriker gemeinsam das Jahr ausklingen lassen. Mit Hilfe der großartigen Unterstützung des Craftbeer Corner Coeln konnten wir in kleiner Runde, ganz unter uns und ohne anderes Publikum, fast eine Art Weihnachtsfeier abhalten. In unserem Interesse haben wir uns an die 2G+-Regeln gehalten.

Verkostet wurden die 12 Beers of Christmas, die von 12 Kölner Bierhistorikern nach der Idee von Randy Mosher gebraut wurden.

Das Ganze kam so gut an, dass es im kommenden Jahr nochmal stattfinden soll.
Klickt auf Weiterlesen, um euch die Bilder und Namen der einzelnen Biere anzusehen!

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Ankündigung der 1. Kölner Brauschau 24. Oktober 2020

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Die Kölner Bierhistoriker veranstalten am 24.10.2020 die 1. Kölner Brauschau im Bürgerhaus Stollwerck.
Der Große Saal des Bürgerhauses bietet genügend Raum für Hobbybrauer, die selbstgebraute Biere ausschenken, und Besucher, die sich von den Kreationen der Homebrew-Enthusiasten überzeugen können.

Natürlich werden auch die Mitglieder der Kölner Bierhistoriker eigene Biere ausschenken – alterhergebrachte und neue belebte Stile genauso wie moderne Rezepturen.

Im Außenbereich wird es ordentliche Burger und Fritten aus dem Foodtruck geben!

Tickets und weitere Informationen gibt aus auf der Website der Kölner Brauschau:
https://brauschau.koeln

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Prague Homebrewing Competition 2019

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Eine kleine Delegation der Kölner Bierhistoriker reiste im Oktober nach Tschechien zur Prague Hombrewing Competition 2019, um als Judges zu fungieren. Zu der nach BJCP-Richtlinien und daher unentgeltlich organisierten Veranstaltung durch den Hobbybrauer Arnaud, kamen mit ihnen 40 Judges aus Tschechien, Europa und sogar der USA, um die über 100 eingereichten Biere in den Kategorien Czech Premium Lager, Witbier, Berliner Weisse, American Pale Ale, Brett Beer und Baltic Porter zu bewerten. Neben dem Wettbewerb stand der Austausch der Hobbybrauer und Judges der verschiedenen Nationen im Vordergrund. So konnten Kontakte geknüpft, interessante und hilfreiche Gespräche rund um Themen wie Brauen und BJCP geführt und einfach ein interessanter Nachmittag verbracht werden.

Abends fand die Siegerehrung statt, bei der unser Mitglied Frank den ersten Platz in der Kategorie Brett Beer, mit seinem 1,5 Jahre altem Belgian Brett IPA erreichen konnte. Auch in der Kategorie Berliner Weisse ging der erste Platz nach Aachen. Hierzu, und allen anderen Gewinnern, sagen wir herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank an Arnaud und sein Team für die freundliche Gastfreundschaft und die tolle Organisation der Veranstaltung!

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Teilnahme der Kölner BIerhistoriker bei der 5. Schwelmer Brauschau

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Am 28. September 2019 fand die 5. Schwelmer Brauschau, ausgerichtet vom Verein für Erhalt und Förderung Schwelmer Brautradition e.V., statt. Hier trafen sich 20 Hobbybrauer um die Gäste, die aus dem Bekanntenkreis der Aussteller zusammenkamen, ihre eigens entworfenen Kreationen zu präsentieren. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Bewirtung durch das „L.A. Diner“ und der Band „Rocking Bow Ties“.

Die Kölner Bierhistoriker hatten ein Heather Ale dabei. Dieser historische, schottische Bierstil ist heute kaum noch zu finden. Früher verwendeten die Schotten das zuhauf vorhandene Heidekraut (siehe Foto), um ihrem Bier Geschmack zu verleihen. Unser Mitglied Sebastian lernte das Original in einem Schottlandurlaub kennen und braute es auf der heimischen Anlage nach. Es am bei den Gästen hervorragend an und bot interessanten Gesprächsstoff. Außerdem bracht Sebastian ein Imperial Porter namens Black Panther mit. Dies wohlschmeckende Dunkelbier entfaltete nach sieben monatiger Lagerzeit wunderbare Aromen. Unser Mitglied Heiko brachte ein NEIPA mit, welches mit neuseeländischen Hopfensorten mehrfach gestopft wurde. Dieses Bier konnte beim Publikumspreis den 2. Platz erreichen.

Wir danken für diese gelungene Veranstaltung und sind gern im nächsten Jahr wieder dabei.

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Bierverkostung am 12.08.19 in der Craftbeer Corner Coeln

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1. Weizen von Jürgen B.

Jürgen B. besuchte zum ersten Mal den Stammtisch und bereicherte uns mit seinem Weizen. Im Mai dieses Jahres begann er mit dem Heimbrauen in der Einkocher-Klasse. Die klassische Schüttung bestand zu jeweils 50 % aus Pilsener- und Weizenmalz. Gebittert wurde mit Hallertauer Blanc und vergoren mit der K-97. Das Bier war weizentypisch trüb, roch leicht schweflig, sauer und etwas brotig. Es war sehr gut Trinkbar, süffig und somit ein schönes Sommerbier. Es American Wheat Ale zu nennen, wäre aber sicher auch nicht verkehrt gewesen.

2. Weizen von Markus K.

Markus brachte uns ein Weizen mit, welches er schon im Februar braute und schon einmal in dieser Runde kredenzte. In diesem fanden sich 55 % Weizen-, 35 % Pale Ale und 10 % Caramalz wieder. Vergoren mit der Gozdawa Bavaria Wheat. Es roch leicht nach Banane und ein wenig säuerlich. Das Mundgefühl war stark von prickelnder Kohlensäure geprägt, welche sehr erfrischend wirkte. Ebenfalls ein wohlschmeckendes Sommergetränk.

3. Wiess von Sascha

Saschas Wiess mit dem Namen „Mühlenbach“ wies eine stilechte goldgelbe Farbe, leichte Trübung und eine weiße Schaumkrone auf. Gehopft wurde mit Jarillo aus den USA und mit der K-97 vergoren. Es roch etwas brotig oder getreidig – andere Tester nahmen Haselnuss wahr – war süffig und daher sehr gut trinkbar. Im Abgang wies eine leichte Süße auf, die zum weitertrinken anregte.

4. Pale Ale von Ricardo

Ricardo brachte uns zwei Pale Ales nach amerikanischer Art mit, die wir nacheinander verkosteten. Die Unterschiede der beiden Biere lagen im Hopfen und an der Wasseraufbereitung. Dieses wurde mit Amarillo, Citra und Callista im Februar gebraut. Das Hopfenaroma war gut in das Gesamtkonzept des Biers eingebunden. Ebenso wurde die Bittere gut von der Malzsüße aufgenommen. Dem weichen Mundgefühl hätte vielleicht ein wenig mehr Kohlensäure folgen können, um es spritziger erscheinen zu lassen. Alles in allem aber ein gutes Bier von dem man auch gerne eins mehr trinken kann.

5. Pale Ale II von Ricardo

Dieses Bier war erst gut sechs Wochen alt. Im Vergleich zum ersten wurde es mit Amarillo, Simcoe und Galaxy gebraut und das Brauwasser wurde deutlich mehr aufgesalzt. Es schmeckte eher nach Grapefruit, also ging es in die säuerliche und nicht in die süße Richtung, wie das erste. Es wies einen nachhängenden bitteren Geschmack auf, die möglicherweise durch den hohen Sulfatanteil im Brauwasser zustande kommt. Die Tester waren geteilter Meinung, welches ihnen besser schmeckte, da sie wirklich nah beieinander lagen.

6. Grimbergen Dubbel Clone von Ricardo und Heiko

Ein Bier, gebraut am 19.06.2014. Die lange Lagerung brachte durch die Oxidation ein komplexes Bouquet an verschiedensten Aromen mit sich. Es vielen Beschreibungen wie Cherry, Honig, Rosine, Mandel und Marzipan. Dazu kam ein äußerst voller, süßer Körper. Im Gegensatz zu Zeiten, an denen es noch frisch war, war es ein wenig heller geworden und natürlich gut geklärt. Vergoren wurde das Bier damals mit der Maitre Brasseur von der Malzwerkstatt und hatte einen Alkoholgehalt von 6,8 % vol. Den Testern hat es jedenfalls sehr gut gefallen.  

7. Wheat Wine von Theo

Zu guter Letzt gab es einen zweifach gemaischten Wheat Wine mit 50 % Weizenmalz in der Schüttung. Durch dieses Verfahren kam Theo auf eine Stammwürze von 21 °P. Fermentiert wurde mit der Danstar Abbey und für den letzten Feinschliff kam noch die Mangrove Jack’s Belgium Tripel hinterher. Es roch stark rauchig, alkoholisch und phenolisch. Der volle Körper brachte ein extrem klebriges Mundgefühl mit sich. Das Bier war gerade einmal vier Monate alt. Eine lange Lagerung wäre bei diesem 9,1 % Bier sehr ratsam, damit sich der Alkoholgeschmack auslagert. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt. 

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3. Vereinstreffen der Kölner Bierhistoriker

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Die Kölner Bierhistoriker trafen sich am 29.07.2019 in der Crafteer Corner Coeln um vereinsinterne Dinge zu besprechen. Zunächst stellten wir Philipp in der neuen Funktion als Vorstandsmitglied vor. Er übernimmt die Aufgaben des Kassenwarts. Weitere Themen waren anstehende Termine und Teilnahme an Brauschauen. Wie immer wird das Besprochene im Forum für alle Vereinsmitglieder veröffentlicht. Verkostet wurde natürlich auch:

 

 

1. Saison von Philipp

Philipps Saison wurde mit der Mangrove Jack‘s French Saison bei 28 °C vergoren. Es wies eine fruchtige Säure auf, war schön leicht, trocken und schlank im Abgang. Anfangs erinnerte es ein wenig bananig und erinnerte daher an ein Weizenbier. Durch den süffigen Gesamteindruck war es ein wunderbares Sommerbier.

 

 

 

 

 

2. Kölsch von Philipp

Ein Wiess mit Tettnanger und Saphir. Vergoren mit der klassischen Wyeast 25/65. Die Tester empfanden es etwas zu mild im Abgang – es hätte vielleicht ein paar IBUs mehr vertragen können. Durch die gute Trinkbarkeit allerdings ebenfalls ein wunderbares Sommerbier.

 

3. NEIPA von Sascha

Sascha wählte eine klassische Schüttung mit 15 % Haferflocken- und 10 % Weizenanteil. Als Hopfen kamen Chinook, Amarillo, Cascade und Callista zum Einsatz. Interessant war, dass Sascha den Sud nicht kochte, um es trüb zu halten. Dies gelang auch. Beim ersten riechen kam einen ein volles Zitronenaroma entgegen. Auch durch große Mengen Stopfhopfen während der Gärung, erschien das Bier nicht bitter. Vielleicht würde ein wenig kochen doch mehr Geschmack bringen. Durchaus war es aber ein gutes und spannendes Experiment.

 

 

4. Brut IPA von Sebastian

Sebastian präsentierte uns seinen 1. Testsud für die 3. Hobbybrauermeisterschaft in Stralsund. Der zu 17% aus Rohfrucht bestehenden Maische hinzugefügte Enzyme drückten den Restextrakt auf 0,1 Grad Plato. So erhielt er bei 12,5 °P Stw. einen Alkoholgehalt von 7%. Diesen schmeckte man jedoch nicht. Leider war das Hopfenaroma schon etwas durch die Lagerung verflogen. Zusammengefasst war es ein wunderbar trockenes Sommerbier.

 

5. IPA von Volker

Volkers IPA wurde mit Callista und Cascade gebittert. Für die Gärung benutze er die 4k OG Hell einer ostdeutschen Firma. Es wies leider wenig Schaum auf, war allerdings sehr ordentlich karbonisiert. Im Geruch und Geschmack waren Noten von Steinobst oder Pfirsich vorhanden. Alles in allem war es ein süßes Bier mit guter Trinkbarkeit.

 

6. Gewürzbier von Sascha

Ein Bier, welches für das letzte Weihnachtsfest gebraut wurde. Es hatte sich mit der Zeit sehr gut geklärt und brachte eine rubinrote Farbe hervor. An Gewürzen gab Sascha Zimt, Nelke und Cardamon dazu. Leider war die Dosierung der Nelke mit 4g auf 10 l etwas hoch gewählt. Der Nelkengeschmack überdeckte den Malzkörper und kam auch im Nachtrunk sehr stark durch. Die lange Lagerung tat dem Bier sicher gut, aber Nelke sollte man vorsichtig dosieren. Zu späterer Stunde aber auch im Sommer ein gutes Bier.

 

7. Imperial Cream Stout von Heiko

Neben zehn Malzsorten in der Schüttung kamen beim Kochen noch Mascobado- und Birkenzucker hinzu, und schließlich nach der Gärung 5 Tonkabohnen auf 27 l und 25 g/l Cacao Nibs hinzu. Die Bittere wurde bewusst niedrig gehalten (40 IBU) um die Süße noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Dies gelang auch. Es schmeckte sehr intensiv nach dunkler Schokolade und wies eine sehr hohe Restsüße auf. Neben den vielen hellen Bieren im Sommer passte es sehr gut zum Abschluss.0

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Bierverkostung am 13.06.19 in der Braustelle

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1. Pale Ale von Jason

Jason besuchte uns das erste mal beim Stammtisch. Er stammt aus Kanada und braut dort schon seit 15 Jahren hobbymäßig. Dieses Pale Ale war der erste Sud, den er in Köln braute. Die Schüttung wurde mit etwas Best Red X und Sauermalz aufgewertet. An Hopfen kamen Caleia, Barbe Rouge, Ella und Green Bullet zum Einsatz. Die US-05 vergor das ganze zu einem soliden Pale Ale, welches sehr malzig schmeckte und dezent in der Hopfenaromatik daher kam.

2. Himbeer-Wit von Sascha

Ein Himbeer-Wit namens „Pink Marie“, welches auf der Bonner Brauschau sehr gut ankam. Es wurde mit Weizenrohfrucht eingemaischt, dezent auf 15 IBU gehopft und nach der Gärung mit 1 kg Himbeeren und einer Tonkabohne pro 10 l Bier gestopft. Von dieser kam im Geschmack recht wenig durch, unterstrich jedoch den spritzig-fruchtigen Geschmack der Himbeeren sehr gut.

3. Wiess von Sebastian

Sebastian braute schon häufiger Wiess, jedoch verwendete er bei diesem Sud die „G03 Dieter“ von Imperial Yeast. Diese gefiel Sebastian nur bedingt, da im Geruch einige Mandel- oder Caramelfruchtester wahrgenommen werden konnten. Allerdings schmeckte es ihm und seine Freunden trotzdem gut auf dem Rock am Ring-Festival.

4. Pale Ale von Marks K.

Ein sehr frisches Pale Ale, welches Markus vorher noch nicht probiert hatte. Die Schüttung bestand aus 50/50 Pale und Münchner Malz. Gebittert wurde mit Magnum, fürs Aroma kam der Spalter Select zum Einsatz. Die M44 vergor die Würze auf 5,7 % vol. Der Geruch war leicht säuerlich und erinnerte an Erdbeere. Für ein ausgewogenes Bier fehlte allerdings die Reifung. Wir sind gespannt, wie es sich mit der Zeit entwickelt.

5. Red Ale von Heiko

Heiko brachte uns als nächstes ein Red Ale mit. Die Schüttung bestand neben Münchner -, zu 30 % Red X und 20 % Pale Ale Malz. Für die 28 IBU kam amerikanischer Sabro und fürs Aroma Centennial hinzu. Vergoren wurde mit der W306 von Weihenstephan, die ein ausgesprochen sauberes Vergärungsprofil aufwies. Es roch lecker nach Brot und Pinie. Im Geschmack waren Melanoidine vom Malz wahrnehmbar. Ein gut trinkbares Bier für Sommer und Winter.

6. Amber Ale von Sascha

Den Abschluss machte Sascha mit seinem Amber Ale, welches mit Amarillo (VWH) und Callista eingebraut wurde. Für die Malzsüße sorgten Cara Amber Malz und Melanoidinmalz. Die gestopften Aromen vom Callista gingen leider etwas unter. Es schmeckte rund, leicht und recht trocken. Von der Farbe her hätte es auch noch als Pale Ale durchgehen können. Es schmeckte aber sehr ausbalanciert und war gut trinkbar.

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Teilnahme der Kölner Bierhistoriker auf dem Craft Beer Festival Cologne

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Am 25. & 26.05.2019 traten die Kölner Bierhistoriker auf dem Craft Beer Festival Cologne in Köln-Mühlheim auf. Neben einigen Brauereien aus Europa und weltweit bekannten Brauereien der Craft Beer-Szene konnten sich über 3000 Gäste am Stand des Vereins über sieben verschiedene Biere, die alle von Mitgliedern zu Hause gebraut wurden, erfreuen. Die Stile reichten vom historischen Farmhouse Ale oder dem Gagel-Bier, welches mit eigens angebautem Gagel gewürzt wurde, über modern interpretierte IPAs und dunklem deutschen Porter, bis hin zu Frucht- und Sauerbieren. Wichtig war dabei der Erfahrungsaustausch über Rezepturen, Rohstoffe und das Näherbringen der Heimbraukünste an das Publikum.

Am meisten erstaunte die Gäste, mit welch teilweise einfachen Mitteln sehr interessante und ihnen bisher unbekannte Geschmäcker, in ein Bier gebracht werden können. Gezielt kamen die Gäste auf die Kölner Bierhistoriker zu, um die Geschichte des Biers und in welcher Art vor der Industrialisierung gebraut wurde, in Erfahrung zu bringen. So konnten die Vereinsmitglieder ihr Wissen weitergeben und auch gleichzeitig ihre heimgebrauten Kreationen verkosten lassen. Gerade das historische Gagel-Bier war hier ein schönes Anschauungsbeispiel, da das Kraut auch in seiner Reinform zur Veranschaulichung am Stand präsentiert wurde. Gagel wurde im Mittelalter zur Würzung des Biers hinzugegeben und ersetzte den Hopfen, der damals noch nicht bekannt war.

Wir danken unserem Mitglied Michael Busemann für die Organisation dieses sehr gelungenen Wochenendes und freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.